Google Analytics Kostendaten importieren

Unsere Freunde aus Mountain View haben den Report unterhalb der Besucherquellen angesiedelt und aktuell “Cost Analysis Beta” genannt. Ich glaube diese Bezeichnung wird sich noch im weiteren Verlauf des Launches und dem Rollout auf alle Märkte auf einen deutschen Begriff ändern. Lassen wir uns überraschen. Super ist auf alle Fälle, das man Kanäle wie Affiliate Marketing, Produkt- und Preissuchmaschinen, ja selbst SEO Themen ( z.B. Monatsagenturkosten, oder Linkbuilding Kosten ) jetzt auch mit Kosten abbilden kann. Zumindest für “ Tendenzen “ ein sehr nettes Feature.

Besucherquellen Übersicht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn ihr nun diesen Menüpunkt anwählt bekommt ihr, sofern es in eurem Account schon freigeschaltet ist ( wahrscheinlich wenn ihr eure Sprache auf EN switcht ), einen englischen Infotext der euch noch einmal die Möglichkeiten und das Know How dieses neuen Features erklärt geliefert.

CostDataImport

 

 

 

 

 

 

 

Jetzt klickt ihr bitte auf den blauen “Get started” Button, und so werdet ihr in die Verwaltung des Kundenaccounts unter “Verwaltung”–>”Benutzerdefinierte Dimensionen” weitergeleitet. Das ist die Schaltzentrale für den Import der Kostendaten und der Anfang allen Übels 🙂

Definitionen

So geht’s – importieren der Kostendaten in Google Analytics

4 Schritte zum Kostenimport Erfolg J

1. Kampagnen deren Kostendaten importiert werden mit Kampagnenparametern taggen (utm )
2. Erstellung einer Kostendaten Datei als CSV ( utf8)
3. Erstellen einer “Benutzerdefinierten Datenquelle” wie z.B. Facebook Kosten
4. Upload der Kostendaten per Management API

1. Alle Kampagnen die importiert werden sollen, müssen sauber vertraggt werden!

Damit Google Analytics die  importierten Kostendaten nachher auch wirklich zuordnen kann, müsst ihr eure Marketing Kampagnen mit den Google Analytics Kampagnen Parametern ausstatten ( wie gehabt per utm ). Ein Beispiel anbei:

http://www.facebook.com?utm_campaign=Fan_werden&utm_source=facebook.com&utm_medium=cpc&utm_term=fan_werden&utm_content=Anzeige_1

Dimension Tracking Parameter Value Set
Campaign Name utm_campaign Fan_werden
Source utm_source Facebook.com
Medium utm_medium Cpc
Keyword utm_term Fan_werden
Content ( Anzeigen die auf gleiche URL gehen unterscheiden ) utm_content Anzeige 1

2. Erstellung der Kostendaten Datei im CSV Format

Um überhaupt einen Kostendaten Import durchführen müsst ihr eine Datei erstellen, die nach dem von Google Analytics geforderten Schema aufgebaut ist. Innerhalb dieser Datei könnt ihr insgesamt 14 “Metriken” und 3 “Dimensionen” für den Import angeben, hierbei sind nur 2 Metriken und alle Dimensionen als Pflichtangabe zu übermitteln. Eine Übersicht über alle möglichen Dimensionen und Metriken für den Kostendaten Import, die stark an Google AdWords angelehnt sind könnt ihr in der offziellen Google Analytics Hilfe nachlesen: https://developers.google.com/analytics/devguides/platform/features/cost-data-import#dims_mets

In der Minimalkonfiguration für eine Kostendaten Datei  zum Importieren sind die folgenden Metriken Pflicht: ( im Hilfe Link mit „ required „ gekennzeichnet )

ga:source

Angabe der Quelle, welche bei den Kampagnenparametern mit utm_source angegeben wird.

ga:medium

Angabe des Mediums, die in den Kampagnenparametern mit utm_medium angegeben wird.

Zudem müssen die 3 Dimensionen in einer Kostendatei als Plfichtangabe mit übergeben werden (übermittelt ihr nur die Überschrift und keinen Wert bei den Dimensionen, dann setzt Google automatisch den Wert auf 0):

ga:adCost

Die Kosten der jeweiligen Werbeanzeige.

ga:adClicks

Die Anzahl der Klicks auf eure übermittelte/n Kampagne/n.

ga:impressions

Die Anzahl der ausgelieferten Impressionen eurer übermittelten Kampagne/n.

Wichtig ist, dass ihr im Header die jeweilige Metrik bzw. Dimension angebt, denn ansonsten können diese Dateien nicht richtig von Google zugeordnet werden.

ga:source ga:medium ga:campaign ga:keyword Ga:content ga:impressions ga:adClicks ga:adCost
Facebook.com Cpc Fan_werden Fan_werden Anzeige_1 1000 100 100
Facebook.com Cpc Fan_werden Fan_werden Anzeige_2 1500 50 75

 

Hinweis! Die fertigen CSV Dateien für den Upload müssen UTF-8 codiert sein und dürfen eine Größe von 5MB dabei nicht überschreiten. Weitere Informationen zu den Feldgrößen und weiteren Vorgaben, die eine Kostendaten Datei erfüllen muss, könnt ihr hier in der offiziellen Google Analytics Entwickler Hilfe nachlesen.

https://developers.google.com/analytics/solutions/articles/cost-data-import

3. Erstellen einer “Benutzerdefinierten Datenquelle”

Im jetzt folgenden Schritt könnt ihr nun die “Benutzerdefinierte Datenquelle” unter “Verwaltung”–>”Benutzerdefinierte Dimensionen” zu euren gewünschten Analytics Profilen hinzufügen.

Custom Data Sources

 

 

 

Nachdem ihr die “Benutzerdefinierte Datenquelle” eingerichtet habt bekommt ihr eine “UID”, die ihr dann für den nächsten Schritt, den eigentlichen Import per API, benötigt falls ihr euch für eine Einreichung per API entscheiden solltet.

UID Google

4. Upload der Kostendaten per Management API

Um die Daten jetzt final an Google Analytics zu senden gibt es zwei verschiedene Wege, die erste und bequemste Variante ist die Nutzung eines Drittanbieter Tools. Derzeit existieren insgesamt 4 bekannte Tools, die ich selbst noch nicht getestet habe:

– Analytics Canvas (ab 49$ pro Monat)

– ShufflePoint In2GA (kein Preis gefunden – angegeben?)

– NEXT Analytics (ab 299$ pro Jahr)

– AutomateAnalytics.com GA Data Uploader (25$ pro Monat)

Die zweite Möglichkeit ist technisch anspruchsvoller aber der schnellere und wahrscheinlich auch intensivere und akuratere Weg, denn hierbei muss der Upload per Management API erfolgen. Eine komplette Dokumentation für die technische Umsetzung des Uploads bekommt ihr hier in der offiziellen Google Developer Dokumentation. Zudem gibt Google in seinen Hilfebereichen weitere Hinweise, wie ihr den täglichen Upload einer Kostendatei durchführen könnt

Nachdem nun die erste Kostendaten Quelle eingerichtet ist ändert sich automatisch die Ansicht unter “Cost Analysis”. Der Report zeigt euch nun die Kostendaten eurer Marketing Quellen an, dieser Report ist genau wie der Google AdWords Report unter dem Reiter “Klicks” aufgebaut, verfügt aber nicht über die Reiter “Website Nutzung” und “E-Commerce” und zeigt euch jetzt schön eure Kosten an.

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