Affiliate Marketing Überblick

Die 2 wichtigsten Affiliate Netzwerke im Überblick:

Zanox:

  • Aktiv seit 2000
  • Internationale Ausrichtung und Starke Marken
  • Fortschrittliche Technologie
  • > 300.000 aktive Websites

> 600 Partnerprogramme

  • Geografische Reichweite: Deutschland sowie Niederlassungen in Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien, Polen, Niederlande, Skandinavien, China und USA
  • Setup Gebühr ca. 4800 Euro
  • Gebühr pro Sale / Lead in Höhe von 30%

Affilinet:

Aktiv seit 1999

  • Große Auswahl an starken Programmen
  • Ausführliche und übersichtliche Statistiken
  • > 1.000 Partnerprogramme
  • > 220.000 Affiliates
  • Geografische Reichweite: Deutschland, Österreich, Schweiz, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Niederlande
  • Setup Gebühr ca. 3000 Euro
  • Gebühr pro Sale / Lead in Höhe von 30%

Affiliate Marketing Definition

Den Aufbau von Netzwerken mit verschiedenen Vertriebspartnern im Internet mit dem Ziel den Absatz von Produkten und Dienstleistungen zu steigern, nennt man Affiliate-Marketing.
Der Vorteil dieser Form ist, dass der Aufwand auf mehrere Leute (Partner) verteilt wird und diese werden nur bei Erfolg bezahlt.
Es werden Up-Selling und Cross-Selling Potentiale ausgeschöpft, ohne in zusätzliche Logistik, Fullfillment und Back-Office Administration zu investieren.
Die Win-Win-Situation für beide Parteien macht Affiliate Programme zu einer ultimativen Form des elektronischen Joint Ventures, es gibt Affiliate Partner, die mit geschickten Affiliate Strategien 6-stellige Provisionsbeträge erwirtschaften.

Die Idee des Affiliate Marketings entstand während eines Gesprächs auf einer Cocktail-Party zwischen einer jungen Frau und Amazon Gründer Jeff Bezos. Die junge Frau hatte eine Website zum Thema Scheidung erstellt und fragte Bezos, ob sie nicht gegen eine Verkaufsprovision Bücher zu diesem Thema auf ihrer Website anbieten könne. Die Idee des Affiliate Programms war geboren und ist heute eine der entscheidenden Säulen für Amazons Bekanntheit und Erfolg. Heute verkauft Amazon seine Bücher und CDs auf über 500.000 Partner-Websites weltweit.

AFF – Hauptdarsteller/
Ablauf

Affiliate Marketing ist eine Mischung aus mehreren Onlinemarketing-Disziplinen. Folgende Teilnehmer sind Bestandteil des Affiliate Marketings:
• die Advertiser (Merchants)
Sie bieten Dienstleistungen und Produkte an
• die Publisher (Affiliates)
Sie stellen die Werbeflächen zur Verfügung
• die User beziehungsweise Kunden und Interessenten
Sie werden auf die Website der Advertiser geleitet, nachdem sie auf die Werbeflächen der Publisher geklickt haben
• die Affiliate Netzwerke (z.B. zanox oder Affilinet)
Sie bilden die Schnittstelle zwischen Affiliates und Publishern und sind für die Bereitstellung und Administration der Technik, Vermarktung des Portals und die finanzielle Abwicklung zuständig
Es gibt zwar „In-House Programme“ (d.h. innerhalb derer der Händler selbst die Betreiberfunktion übernimmt). Sie spielen aber eine untergeordnete Rolle
• je nach Bedarf eine Affiliates Agentur,
welche der Betreuung von Programmen und Publishern dient
Die Vertriebspartner (Publisher oder Affiliates) bieten den Werbetreibenden (Publisher oder Affiliates) auf ihren Websites Werbeflächen an. Werden nun über diese Werbe-Website Käufe getätigt, erhält der Publisher eine Provision. Die sogenannten Affiliate-Netzwerke sind damit die Schnittstelle zwischen Advertiser und Publisher zur Messung der Transaktionen. Hier werden außerdem Werbemittel bereitgestellt.

Identifizierung in AFF-Systemen

Affiliate-Systeme basieren auf dem Prinzip der Vermittlungsprovision.
Die Vermittlung geschieht in der virtuellen Welt des WWW durch einen Link. Ein solcher Affiliate-Link enthält einen speziellen Code, der den Affiliate eindeutig beim Händler identifiziert, durch diesen Code werden alle Transaktionen festgehalten und registriert. Für jede erfolgreich vermittelte Transaktion erhält der Partner eine Provision.

Die wichtigsten Vergütungsversionen
Beteiligt man sich bei Affiliate Programmen, stehen einem meist mehrere Formen zur Vergütung:

• per Lead (für Kontaktaufnahme von Kunden, z. B. wenn der Kunde Werbematerial anfordert)
• Per per Sale (pro Verkauf)
Ausgebautes Modell: ursprünglich pro einzelnen Umsatz, jetzt Tendenz pro sämtliche Umsätze entweder innerhalb eines Zeitraumes nach Klick (üblich 30–90 Tage) oder „lifetime“ (lebenslang, solange der Kunde immer wieder kauft oder Umsatz erzeugt).
• Pay per Click (pro erfolgtem Klick auf das Werbemittel)
NACHTEILE: die Qualität der weitergeleiteten Besucherströme lässt sich schwer beeinflussen. Es bestehen keine Mindestanforderungen zu bestimmten Aktionen der Besucher.

ÜBLICHE ANWENDUNG: bei kurzfristigen Werbekampagnen zur reinen Erhöhung der Reichweite, welche nicht direkt im Zusammenhang mit dem Kauf oder Verkauf von Produkten gebracht werden können.
EPC „Earnings per 100 Clicks“, d.h. wie viel Provision ein Werbetreibender (Advertiser) durchschnittlich für 100 Klicks an seine Websitebetreiber (Affiliates) ausschüttet.

es gibt eine Vielzahl möglicher Kombinationen und Varianten.
Der Übergang zwischen Click-, Lead- und Sale-Provisionen ist fließend.

AFF – andere Modelle der Vergütung
• Pay per Click OUT (Der vermittelte Besucher muss auf der Website des Merchants auf einen dort gelisteten Anbieter bzw. auf eine weitere Seite des Sponsoren klicken („Click out“). Erst dann wird eine Provision gezahlt. Hierdurch sollen die Nachteile des reinen Pay-per-Click gemindert werden, wird auch als „Pay per Aktiv“ bezeichnet.)
• Pay per Link
Provisionierung des Einbaus eines Links auf der Affliate-Webseite für einen bestimmten Abrechnungszeitraum. Hier wird nur die Einblendung des Links vergütet.
• Pay per Print out
• Betrifft Terminals und Couponautomaten, die über Internet gesteuert werden. Der Papierausdruck wird vergütet. Vergütungsbezeichnung bzw. Abrechnungsbezeichnung Cost per print und Cost per print out.
• Pay per View
Provisioniert wird jede getrackte (gewertete) Auslieferung eines Werbemittels.
• Pay per SignUp
Ähnlich wie Pay Per Lead wird hier nur gezahlt, wenn der vermittelte Besucher sich auf der Website des Merchants anmeldet.
• Pay per Install
Bei Pay per Install wird die (erstmalige) Installation von Software auf einem Computer provisioniert, beispielsweise Toolbars oder Demoversionen.
• Lifetime Vergütung
Die Lifetime Vergütung ist meist eine Kombination aus den Modellen Pay per Sale oder Pay per Install und dem Gedanken einem Publisher (Affiliate) für jeden weiteren Einkauf des geworbenen Endkunden nochmals eine Vergütung auszuzahlen. Also eine in den meisten praktischen Fällen Anteilige Provision auf den Lebenslagen Warenkorb des Geworbenen Kunden (unter seiner erstmaligen Anmeldung in einem Shopsystem).
• Airtime Vergütung
Eine Airtime Vergütung ist speziell für den Telekommunikationsbereich entwickelt und gibt dem Publisher (Affiliate) eine Provision für jede vom geworbenen Endkkunden bezahlte Gesprächsminute bei zB. einem Handyvertrag, über eine gewisse Laufzeit. Oft gibt es dieses Konditionsmodell in Verbindung mit einer Lifetime Vergütung.

Checkliste: AFF Vorgehensweise / Kriterien

I. Ziele definieren

• Was wollen Sie erreichen? Qualität oder Quantität?
• Was möchten Sie über Ihr Programm vermarkten? Ihr Logo, ein bestimmtes Produkt oder mehrere Produkte?
• Wie soll das Partnerprogramm Sie hierbei unterstützen? Einbinden von Werbemitteln auf den Webseiten, Produktvergleich oder empfehlen der Produkte in einem Newsletter?
• Mit welchen Werbemitteln wollen Sie Ihre Partner unterstützen? Banner, Textlinks, CSV-Dateien oder Coupons
• Welche Zielgruppen wollen Sie ansprechen?
• Welches Budget haben Sie zur Verfügung?
• Ist genug Kapazität vorhanden um das Programm zu betreuen oder wollen Sie eine Agentur beauftragen?
• Soll das Programm frei zugänglich sein oder nur für bestimmte Websites?
• Welche Kriterien setzen Sie für die Aufnahme der Partner? Optik, Inhalte der Website, vorhandenes Impressum….
• Welche Art der Vergütung wählen Sie für Ihre Affliates?
• Was und wie soll vergütet werden? Bestellungen online, per E-Mail oder Registrierungen?
• Wie und in welchem Rhythmus wollen Sie den Erfolg kommunizieren? Durch Statistiken oder Report-Newsletter?

II. Konkurrenz-Analyse

• welche Konzepte sind dort vorhanden?
• In welchen Netzwerken ist die Konkurrenz?
• Welche Werbemittel werden zur Verfügung gestellt?
• Schauen Sie sich die Partnerwebseiten an, schnell finden Sie heraus was Erfolg bringt und was nicht.
• Suchen Sie in den Suchmaschinen nach aktuellen Aktionen Ihrer Konkurrenz
• Partnerprogrammverzeichnisse ( z. B. http://www.100partnerprogramme.de/ ) bieten einen Überblick

III. Auswahl des Netzwerkes

• Wählen Sie sich Netzwerke aus, die unter die Top 10 in Deutschland gehören
• Versuchen dort zu starten, wo Ihre Konkurrenz ihr Programm hat
• Der Start bei zwei Netzwerken genügt, da sonst der Arbeitsaufwand zu hoch wird.

IV. Der Start des Partnerprogramms

• Verträge mit den Netzwerken schließen
• ein Account erstellen
• das Programm aufsetzen
• Programmbeschreibung erstellen
• Banner, Textlinks oder Produktdateien erstellen ( grafische Werbemittel sind ein Muss! ) und einpflegen
WICHTIG: eine Auswahl an verschiedenen Werbemitteln, Designs und Formaten beachten, um den Affiliates die Wahlmöglichkeit zu geben
• Trackingcode in die Werbemittel einbauen
• Testbestellung machen. Ist alles gut gelaufen, kann das Programm starten
• Überlegen, wie man den Neustart des Affiliate Programms bewerben will
• Gedanken zum Reporting und zur Bearbeitung der Sales machen

V. Der Betrieb eines Partnerprogramms

• Kontinuierliches Anwerben neuer Partner
• Jeden Tag die Affliliate Bewerbungen bearbeiten, das heißt : Webseiten auf Inhalt und vorhandenes Impressum überprüfen. Dann annehmen oder ablehnen.
• Regelmäßige Analyse durchführen. Erreichen Sie Ihre Ziele mit dem Programm?
• Stetige Weiterentwicklung der Kampagne.
• Bearbeitung und Auszahlung der offenen Sales
• Unterstützen Sie Ihre Vertriebspartner, kommunizieren Sie Ihre Erwartungen. Schaffen Sie Transparenz in Ihrem Partnerprogramm, den nur wer sich fair behandelt fühlt streng sich an. Die Betreuung der Partner ist ein wichtiger Bestandteil! Sie müssen mit Ihrem Partnern immer im Gespräch bleiben.
• Und immer wieder die Konkurrenz beobachten!
Checkliste: Strategische Überlegungen gemeinsam mit dem Partner

Vergütungen & Vrtriebskanäle

• Höhe und Art der Prämien (Cost per Lead, Cost per Sale, Cost per Order, Cost per Click)
• Dauer der Stornofrist: In welchem Zeitraum werden die Prämien spätestens bearbeitet bzw. wann werden sie automatisch freigegeben (üblicherweise zwischen 30 und 90 Tagen)
• Definition und Beschreibungstexte für das Programm
• Welche Vertriebskanäle sollen zur Verfügung stehen:
1. Website: ‚Standardkanal‘ – Bewerbung per Banner über Webseiten
2. SEM: Ist SEM über Affiliates erlaubt, wenn ja: Gibt es Einschränkungen (darf die Website des Anbietere als Display und Ziel URL verwendet werden, ist Brandbidding erlaubt?)
3. E-Mail: Ist eine Bewerbung über E-Mail erlaubt?
4. SMS: Ist eine Bewerbung per SMS erlaubt (wir haben dazu ein ‚Freunde werben Freunde‘ Tool im Portal, mit dem Affiliates einzelnen Freunden ein Produkt empfehlen können) Bieten nur vereinzelte Affili Netzwerke an !
5. Offline: Ist eine Offline Vermarktung erlaubt (ggf. welche Arten von Offline-Vertrieb sind erlaubt)?
6. Smartreplace: Spezielle Form der Website Vermarktung: Affiliates können bestimmte Keywords auf ihren Seiten automatisch in Affiliate Links umwandeln
7. Buybutton: Rabattierter Kauf zum Eigenbedarf
• Länge der Cookie-Lifetime (Standard: 60 Tage)
• Ansprechpartner für das Programm und PL für das Durchführen der Aufsetzung
• Technische Umsetzung

Zunächst muss entschieden werden, ob wir ein Zählpixel fest auf der Dankesseite des Anbieters einbinden oder es selektiv aufrufen (‚Cookieweiche‘ um Doppelprovisionierungen bei verschiedenen Netzwerken zu verhindern). Außerdem müssen wir wissen ob zusätzliche Informationen wie Kundenname oder Warenkorb im Zählpixel übermittelt werden müssen / sollten– abhängig vom jeweiligen Partnerprogramm.